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Film 1
„Eingeschlossen, abgeriegelt. Die Grenze durch Deutschland“
Hof: 11.11.2011, 10:00 Uhr
Plauen: 15.11.2011, 19:30 Uhr
Dokumentarfilm (2007) von Roman Grafe, der bei den Filmvorführungen persönlich anwesend sein wird. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit dem Autor statt.
Roman Grafe verfilmte wesentliche Teile der Chronik „Die Grenze durch Deutschland“.
Im Mittelpunkt stehen der Grenzort Probstzella in Thüringen und seine Bewohner, die vom Frühjahr 1952 erzählen, als die ersten Sperranlagen an der DDR-Grenze errichtet und mehr als achttausend Menschen als „feindliche Elemente“ in Nacht- und Nebelaktionen ausgesiedelt wurden. Es werden die politischen Hintergründe des Grenzregimes und die SED-Propaganda, die die Ursachen für die Massenflucht leugnete, gezeigt. Der Film thematisiert die verzweifelten Versuche der Menschen, die DDR-Westgrenze zu überwinden.
Der Zuschauer erfährt auch, was aus Tätern und Opfern nach dem Mauerfall geworden ist.
Film 2
„Eins, Zwei, Drei“
Hof: 11.11.2011, 17:00 Uhr
Plauen: 15.11.2011, 17:00 Uhr
Kultige US-amerikanische Erfolgskomödie (1962) von Billy Wilder. Darsteller: James Cagney, Arlene Francis, Horst Buchholz, Lilo Pulver
und andere.
West-Berlin, 1961. McNamara, Filialboss von Coca Cola, will seine Karriere vorantreiben. Den neuen Absatzmarkt sieht er hinter dem Eisernen Vorhang. Die Tochter des Chefs bringt seine Pläne allerdings ungewollt durcheinander. Hintergrund: Der Schauplatz des Kinofilms ist die geteilte Stadt Berlin kurz vor dem Mauerbau 1961. Die damals noch weitgehend durchlässige Sektorengrenze erhält als Handlungsort eine große Bedeutung. Noch während der Dreharbeiten, sie dauerten von Juni bis September 1961, begann man am 13. August mit dem Bau der Mauer. Daher war es nicht möglich, am Brandenburger Tor zu drehen. Es wurde schließlich mit großem Aufwand als Kulisse auf dem Bavaria-Film-Gelände in Geiselgasteig nachgebaut. Die im Film gezeigten Verhältnisse waren auf einen Schlag nicht mehr aktuell.
Film 3
„Die Flucht“
Hof: 11.11.2011, 19:30 Uhr
Plauen: 14.11.2011, 17:00 Uhr
Spielfilm (DDR, 1977) von Roland Gräf. Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Jenny Gröllmann, Erika Pelikowski, Karin Gregorek, Winfried Glatzeder, Simone von Zglinicki, Rolf Hoppe und andere.
Oberarzt Dr. Schmith plant ein Forschungsprojekt zur Senkung der Frühgeburtensterblichkeit. Seine Idee trifft jedoch an höherer Stelle auf Ablehnung. Um sie dennoch verwirklichen zu können, entscheidet sich Schmith, mit einer Organisation aus der Bundesrepublik zusammenzuarbeiten. Diese soll ihm nicht nur die Flucht in den Westen, sondern dort auch eine Anstellung als Chefarzt in einer Kinderklinik im Inntal ermöglichen. Als Gegenleistung soll er per Vertrag einen Teil seines zukünftigen Gehalts zahlen. Unerwartete Ereignisse durchkreuzen diese Pläne.
Der letzte DEFA-Kinofilm von Armin Mueller-Stahl berührte – zum einen parteiisch, zum anderen auch erstaunlich offen – ein Tabuthema in der DDR: Die Fluchtversuche in die Bundesrepublik. Ungewöhnlich ist beispielsweise, dass deutsch-deutsche Grenzanlagen in Thüringen zu sehen sind, aber auch dass eine Szene zeigt, wie ein Mitarbeiter der Stasi Dr. Schmith wegen des gescheiterten Fluchtversuchs eines Arztkollegens über die ungarisch-österreichische Grenze befragt.
Film 4
„Die Todesautomatik“
Hof: 13.11.2011, 11:00 Uhr
Plauen: 14.11.2011, 19:30 Uhr
TV-Politdrama nach wahren Begebenheiten (2007) von Lothar Lienicke und Franz Bludau (Autoren)/Niki Stein (Regie). Darsteller: Misel Maticevic, Stephan Kampwirth, Loretta Pflaum, Katrin Bühring und andere. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Lothar Lienicke statt.
Ihre Freiheitsliebe hat sie im Sommer 1961 wegen "Hetze" ins DDR-Zuchthaus gebracht. Im Westen treffen die freigekauften Freunde Jahre später wieder aufeinander: Manfred überredet Lutz, ihn als Fluchthelfer zu unterstützen. In einer lebensgefährlichen Aktion bauen sie einen "Todesautomaten" ab, um ihn der Öffentlichkeit zu präsentieren. Doch die BRD will das politische Tauwetter nicht gefährden. In seinem Zorn setzt "Manne" an der Grenze ein letztes Zeichen.
„Die Todesautomatik“ schildert das Leben des Flüchtlingshelfers Michael Gartenschläger, einem politischen Häftling in der DDR und einem Fluchthelfer. Er wurde durch ein Spezialkommando des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beim Versuch, eine Selbstschussanlage an der Grenze abzumontieren, am 30. April 1976 gezielt erschossen.