Sie sind hier: Startseite

Mit Veranstaltungen, Projekten und Ausstellungen soll an den Mut und an die Zivilcourage derjenigen erinnert werden, welche es wagten, NEIN zum diktatorischen DDR-Unrechtsstaat zu sagen. Die damaligen Akteure sehen es wiederum als ihre Aufgabe und Pflicht an, die Geschehnisse lebendig zu halten und ihre Erlebnisse nachfolgenden Generationen zu vermitteln.
Den Partnerstädten Hof und Plauen kommt dabei eine besondere Stellung zu. Weltweit beachtete Geschehnisse verbanden diese beiden Städte wie kaum zwei andere im Osten und Westen Deutschlands.
Durch Plauen fuhren Ende September, Anfang Oktober 1989 alle Prager Botschaftszüge, bevor sie in Hof den freien Westen erreichten. In der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober 1989 warteten einige hundert Menschen am Oberen Bahnhof in Plauen auf diese Züge - es kam zu Auseinandersetzungen mit der Bereitschafts-
polizei und der Staatssicherheit sowie im Anschluss zu ersten Verhaftungen. In den frühen Morgenstunden des 5. Oktober 1989 passierte ein weiterer Zug aus Prag unter dramatischen Szenen Plauen, fuhr weiter durch ein festungsartig stilles Gutenfürst und wurde schließlich jubelnd auf dem Hofer Hauptbahnhof begrüßt.
Das Geschehen war zugleich Auftakt für die erste große Demonstration am
7. Oktober 1989 in Plauen, die zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen zehntausenden Demonstranten und den bewaffneten Organen der DDR führte. Plauen spielte während der Ereignisse im Oktober 1989 eine wesentliche Rolle, da diese einen Tag vor ähnlichen Ereignissen in Dresden und zwei Tage vor der berühmten Montagsdemonstration in Leipzig stattfanden. In der Folge wurden Plauen und Hof wieder zu Nachbarn in einem Land.
Zu diesem 20. Jahrestag verweisen die beiden Städte mit gemeinsamen Aktionen auf diese historischen Geschehnisse.

